Kanuarten und -aufbau

Kanuaufbau und -geschichte

Die Herkunft und ursprüngliche Verwendung der Kanus erklären ihren Aufbau. Unabhängig vom genauen Typ oder Verwendungszweck eines Kanus ist der grundlegende Aufbau immer derselbe.

Aufbau eines Kanus

Die vordere Spitze eines Bootes und damit auch eines Kanus nennt sich „Bug“, die hintere „Heck“. An beiden Enden sind meist Auftriebskörper eingearbeitet, damit das Kanu beim Kentern nicht versinkt. Der mittlere Abschnitt des Boots wird Rumpf genannt. Hier befindet sich auch der Sitz bei einem Einer-Kanu. Ist das Kanu für mehrere Personen ausgelegt, verteilen sich die Sitze gleichmäßig zwischen Bug und Heck.

Die Herkunft der Kanus

Ursprünglich wurden Kanus von den Ureinwohnern in Nordamerika verwendet. Gerade in unwegsamem Gelände und dichten Wälder stellten Bachläufe und Flüsse oft die einfachste Verbindung zwischen zwei Orten dar. Die Indianer machten ihre Kanus damals gerne aus Birkenrinde. Diese Bauart ist sehr anspruchsvoll und wird heute kaum noch praktiziert. Später übernahmen die europäischen Siedler in Amerika den Bau von Kanus. Sie stellten die sogenannten „Wood-and-Canvas“-Kanus her. Dieses Variante bestand hauptsächlich aus Holz und wurde mit einer imprägnierten Leinwand überzogen.

Kanus heute

Bis heute hat das Baumaterial für Kanus einen großen Wandel erfahren. So dominierten Mitte des 20. Jahrhunderts die Modelle aus Aluminium. Sie werden heute nur noch in kleinen Stückzahlen produziert. Sehr viel weiter verbreitet sind heute die unterschiedlichen Varianten aus Kunststoff. Dieses Material ist flexibel, leicht, robust und kann in ganz unterschiedlichen Zusammensetzungen für verschiedene Ansprüche verwendet werden. Dennoch kann man nach wie vor Kanus aus Holz oder Aluminium finden.

Für den Transport besonders praktische Modelle lassen sich zusammenfalten oder aufblasen. Faltkanus bestehen meist aus einem stabilen Gerippe, das mit einem wasserdichten Gewebe bespannt wird. Nimmt man das Gewebe ab, kann das Gerippe zusammengefaltet werden. Aufblasbare Modell ähneln den herkömmlichen Schlauchbooten. In der Regel gibt es viele voneinander getrennte Luftkammern, sodass ein einzelnes Loch das Kanu nicht sofort kentern lässt.

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