Kanuarten und -aufbau

Kanu, Kajak oder Kanadier?

Gerade Laien ist oft nicht klar, was genau der Unterschied zwischen einem Kanu, einem Kajak und einem Kanadier ist. Die größte Verwirrung besteht wohl darin, dass die Begriffe im Laienbereich nicht sauber voneinander getrennt verwendet werden. Grundsätzlich gilt nämlich: „Kanu“ ist der Oberbegriff für Boote wie Kajaks und auch Kanadier. Diese beiden unterscheiden sich bautechnisch und auch in der Benutzung voneinander.

In der Umgangssprache wird der Ausdruck „Kanu“ allerdings häufig gleichbedeutend zu „Kanadier“ verwendet. Wenn man sich ein Kanu ausleihen möchte und die Wahl zwischen „Kajak“ und „Kanu“ hat, kann man in Wirklichkeit ein Kajak oder einen Kanadier ausleihen.

Der Kanadier

Kanadier und Kajaks sehen sich aus der Entfernung recht ähnlich. Betrachtet man sie näher, zeigen sich jedoch schnell deutliche Unterschiede. So sind Kanadier von Haus aus schwerer und größer als Kajaks. Das macht den Transport mit dem Auto schwerer.

Üblicherweise ist das Deck des Kanadiers offen. Man sitzt auf fest montierten Bänken ein Stück oberhalb der Wasseroberfläche. Gepaddelt wird mit einem Paddel, das nur auf einer Seite ein Paddelblatt hat (Stechpaddel). Die richtige Technik ist etwas schwerer zu erlernen. Anfänger fahren häufig im Zickzackkurs über das Wasser.

Da Kanadier recht breit sind, kentern sie eher selten. Wenn sie allerdings einmal umgekippt sind, ist es sehr schwer, das Wasser herauszubekommen und wieder einzusteigen. Dank der Größe ist reichlich Platz für Ausrüstung.

Das Kajak

Kajaks sind schmaler und kleiner als Kanadier. Sie haben einen spitz zulaufenden Bug, wodurch sie recht wendig und schnell sind. Das Paddel hat auf beiden Seiten ein Paddelblatt, was die Handhabung besonders für Anfänger deutlich einfacher macht. Durch die schmale Bauart kommt es häufiger zum Kentern. Das Kajak versinkt jedoch nicht und kann mit der richtigen Technik leicht wieder aufgestellt werden.

Klassisch sitzt der Fahrer beim Kajak in einem verschlossenen Cockpit auf dem Boden des Boots. Die Beine werden gerade nach vorne ausgestreckt. Auf Dauer kann das ziemlich unbequem werden. Alternativ zu dieser Sit-in-Variante gibt es auch die Sit-on-top-Kajaks. Diese haben wie Kanadier ein offenes Deck und eine Sitzbank.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

ashe